Grundstein für Wohnprojekt gelegt

Text: Anne Schoplick, Soester Anzeiger
Fotos: Ostuffeln

Feierstunde der Von Mellin’schen Stiftung auf Winkelmanns Hof

Werl – „Die lange Vobereitungszeit ist abgeschlossen“ stellte Graf von Plettenberg als Vorsitzender des Kuratoriums fest. „Jetzt wollen wir bauen“ – bevor er wenig später souverän zur Maurerkelle griff, um die Zeitkapsel mit Urkunde, Anzeiger und weiteren Beigaben in den ersten Mauerstein zu sichern. Zur Grundsteinlegung wurde es am Freitagmorgen voll auf dem Winkelmann`schen Hofgelände an der Industriestraße. Vertreter aus Kirche, Politik und Stiftung sowie 100 Gäste kamen zusammen, um die weitere Zukunft des Projektes im wahrsten Wortsinne einzuzementieren und den „Ort zum Leben, Arbeiten und zur Begegnung“, wie es die stellvertretende Landrätin Irmgard Soldat formulierte, weiter voran zu bringen.

Zwei zwanglose Feierstunden waren es, in denen sich Stifterin Regina Winkelmann froh darüber zeigte, dass das „was lange währt, endlich gut wird.“ Architekt Nils Oetterer erläuterte, dass das Areal zwar einen anderen Charakter erhalten, aber Gebäude mit Charakter entstehen würden. Baupläne an einem Bauwagen hingen zur Ansicht aus. Musikalisch begleitet wurde die Grundsteinlegung  von den Ostuffler Ohrwürmern und der Trommelgruppe. Den Segen gab es später noch in Form eines kurzen Unwetters von oben.

Hof Winkelmann: Das Entwicklungskonzept

Die Weichen für das Wohnprojekt wurden im Jahr 2014 mit der Schenkung des Hofs durch Regina Winkelmann an die Mellin’sche Stiftung gestellt. Das sei auch der Wille ihres Bruders Karl gewesen, hieß es seinerzeit. Es war eine Schenkung mit Auflagen: Den Erhalt der Anlage. Im Mittelpunkt liegt das Haupthaus, umrahmt von Nebengebäuden und einem alten Baumbestand. Das Entwicklungskonzept sieht den Umbau und Neubau des Wohnhauses und der Stallungen vor – genutzt werden sie künftig von der Wohnstätte St. Josef in Trägerschaft der Von Mellin’schen Stiftung sowie vom Landschaftsvverband Westfalen-Lippe (LWL). Geplant sind acht kleine barrierefreie Wohnungen, eine Tagesstätte und eine externe Tagesstruktuktur für Menschen mit psychischen Behinderungen sowie Räume für den Dienst „Ambulantes Wohnen“. Der Bauerngarten bleibt erhalten, weiter sind die Um- und Neugestaltung des Stallgebäudes zu einem Hof-Café, Kreativ- und Begegnungsräume sowie Werkstatt vorgesehen.

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